
Der Hamburger Verkehrsverbund Gesellschaft vhh.mobility hat kürzlich einen Doppeldeckerbus des Typs Enviro500 vom Hersteller Alexander Dennis im regulären Linieneinsatz getestet. Das Fahrzeug wurde von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zur Verfügung gestellt und kam von Mitte Oktober bis 12. November auf der Expresslinie X80 zwischen dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und Bergedorf zum Einsatz. Die Strecke gilt als repräsentativ für hochbelastete, teils autobahngebundene Linien im Netz des Hamburger Verkehrsverbunds (hvv).
Der gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg durchgeführte Test sollte prüfen, ob sich der Doppeldecker für den Einsatz unter Hamburger Bedingungen eignet. Das getestete Fahrzeug bietet 112 Fahrgastplätze, davon 80 Sitzplätze auf zwei Ebenen. Das Oberdeck zeichnet sich durch einen weiten Panoramablick und hohen Fahrkomfort aus, während das Unterdeck Stehflächen sowie Bereiche für Rollstühle und Kinderwagen bietet und damit den barrierefreien Standards des Hamburger Busnetzes entspricht.

Der Doppeldecker als bsondere Omnibusbauart überzeugte im Test – auch auf Schnellstraßenabschnitten. Die doppelstöckige Bauweise erwies sich insbesondere für Express- und Schnellbuslinien als vorteilhaft, die auf Straßen verkehren und auf denen keine stehenden Fahrgäste befördert werden dürfen.
Der auffällig gelbe Doppeldecker mit dem BVG-Schriftzug „Weil wir dich lieben“ sorgte in Hamburg für großes öffentliches Interesse. Fahrgäste konnten über QR-Codes im Fahrzeug oder online ihre Meinung abgeben und so mitentscheiden, ob der Doppeldecker künftig Teil des hvv-Angebots werden könnte.
Aus technischer Sicht repräsentiert das eingesetzte Modell die aktuelle Generation dreiachsiger Doppeldeckerbusse, von denen insgesamt 200 Busse an die BVG geliefert wurden. Wir berichteten über die ersten Fahrzeuge hier:
Eine batterieelektrische Variante eines Doppeldeckermodells könnte gut zu Hamburgs Ziel passen, bis zum Ende des Jahrzehnts eine vollständig emissionsfreie Busflotte zu betreiben.

Sollte sich der Test als erfolgreich erweisen, könnte der Doppeldeckerbetrieb nach Jahrzehnten nach Hamburg zurückkehren.
(Text gegenüber einer früheren Version geändert, dabei nicht von einem Sprecher des Fahrzeugherstellers geäussertes Zitat entfernt)
11.11.2025
