
Auf der Fachkonferenz „Klimafreundliche Busse“ (BUSKON 2026) in Berlin hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder heute Förderurkunden an Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland übergeben.
Im aktuellen Förderaufruf der Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr erhalten 151 Unternehmen insgesamt 417 Millionen Euro. Gefördert wird die Beschaffung von 1.887 neuen Bussen mit alternativen Antriebskomponenten. Das sind Batteriebusse (inkl. Oberleitungsbusse) und Brennstoffzellenbusse (inkl. Range-Extender) sowie die Umrüstung konventioneller Busse auf alternative Antriebe (Batterie- und Brennstoffzellenantriebe) und Lade-, Betankungs- und Wartungsinfrastruktur. In früheren Förderphasen waren auch Fahrzeuge mit Biomethanantrieb enthalten.

Zu den öffentlichen Verkehrsunternehmen, die jetzt größere, zweistellige Beträge zur Flottenumstellung bewilligt bekommen haben, gehören u. a. die Ruhrbahn (52 Busse), die Duisburger Verkehrsgesellschaft (45), die Rheinbahn (75), die BVO Busverkehr Ostwestfalen GmbH (45), die BVR Busverkehr Rheinland GmbH (52), die Autokraft GmbH (63) und die DB Regio Bus Mitte GmbH (65). Im Einzelnen werden aus dem Förderaufruf 2025 folgende Unternehmen wie folgt gefördert:
Liste der Zuwendungsempfänger (Förderaufruf 2025)
Insgesamt hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) über die bestehende Förderrichtlinie 334 verschiedene Unternehmen in 400 Projekten über sechs Förderaufrufe unterstützt – sowohl bei der Fahrzeugbeschaffung als auch bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien. Das sind rund 5.300 Fahrzeuge einschließlich Lade-, Tank- und Wartungsinfrastruktur sowie knapp 100 Studien, die erstellt wurden. Dafür sind seit 2021 rund 1,5 Milliarden Euro bewilligt worden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nennt die Zahl von mehr als 2.200 durch das BMV geförderten Elektrobussen, die bereits im Einsatz sind.
Neue Förderrichtlinie ab Frühjahr geplant
Der Minister kündigte zudem an, dass das BMV noch im Frühjahr 2026 eine neue Förderrichtlinie veröffentlichen und einen weiteren Förderaufruf starten will. Dafür werden für 2026 bis zu 500 Millionen Euro bereitgestellt.
Seit 2021 unterstützt das BMV über die „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ den Markthochlauf klimafreundlicher Busse. Teile der Mittel werden im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) kofinanziert.
Nach einer soeben veröffentlichten Untersuchung der Organisation T&E – Transport & Environment betrug der Anteil der 2025 in Deutschland beschafften Stadtbusse mit lokal emissionsfreien Antrieben 50% (41% batterie-elektrisch, 9% Brennstoffzellen).
In anderen europäischen Ländern lag der Anteil deutlich höher, bei 100% etwa in Bulgarien, Dänemark, Estland, Slowenien und Lettland und bei immer noch mehr als 90% in den Niederlanden, Norwegen, Luxemburg, Finnland, Litauen, Belgien und Rumänien. Zusätzliche Bundesförderung kann hier zweifellos unterstützen, das Szenario in Deutschland zu ändern.
24.02.2026
