
Ganz im Nordwesten von Ungarn, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze und auch vom Neusiedler See entfernt, liegt die Stadt Sopron, bis 1918 auch unter dem deutschen Namen Ödenburg bekannt.
Den Stadtverkehr für die rund 61.500 Menschen, die hier wohnen, besorgen seit rund 100 Jahren Omnibusse. Von 1900 bis 1923 hatte es auch eine kleine Straßenbahn gegeben, die die Wirren der Zeit nach dem 1. Weltkrieg jedoch nicht überstand.



Heute bedient der überregional tätige Verkehrsbetrieb Volánbusz Közlekedési Zrt. in Sopron insgesamt 15 Stadtbuslinien, die u.a. die Verkehrsknoten Bahnhof, Grabenrunde und zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) am Rande der historischen Kernstadt bedienen.
Vom ZOB gehen auch diverse Überlandlinien aus, ansonsten ist die Stadt auch durch die (elektrifizierten) Eisenbahnlinien nach Bratisalava, Budapest, Wiener Neustadt, Györ, Szombathely, u.a. gut angebunden.
Bemerkenswert ist der Einsatz von zahlreichen Bussen des einheimischen Herstller Credobus, der im nahen Györ sein Hauptwerk hat und in allererster Linie auf dem ungarischen Markt präsent ist. Elektrobusse sind aktuell noch nicht im Einsatz, allerdings hat Volánbusz bereits zahlreiche E-Busse der Hersteller Mercedes-Benz, Ikarus und BYD an anderen Standorten im Betriebsdienst, das Elektrobusmodell von Credobus kommt ebenfalls dazu. Sopron wird folgen – schon 2021 war gerade hier einer der ersten BYD medienwirksam vorgestellt worden. Volánbusz ist in Händen der Staatsbahn MÁV.






