
Die Beschaffung neuer Elektrobusse wird erst durch die Bereitstellung von Fördermitteln ermöglicht, die die Mehrkosten gegenüber Dieselbusmodellen in größerem Umfang mit übernehmen. Neben den bundesweiten Förderprogrammen spielt dabei auch regionale Landesförderung eine wichtige Rolle.
So können die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) durch die Bereitstellung von Fördermitteln können insgesamt 18 neue Elektrobusse bestellen. Möglich macht das eine effektive Zusammenarbeit des Sächsischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL), der Landeshauptstadt Dresden und der DVB. Mit den Neufahrzeugen wächst die Elektrobusflotte auf 38 an, was gut einem Viertel des gesamten DVB-Busfuhrparkes entspricht.
Seit Sommer 2025 liegt den DVB ein Fördermittelbescheid des Freistaates Sachsen zum Kauf von modernen Gelenk-Elektrobussen vor. Aufgrund des strikten Sparkurses der DVB konnten bisher nur gut 3,5 Millionen Euro Eigenmittel aufgebracht werden. Das entspricht den Kosten für sechs Busse, die nach europaweiter Ausschreibung schon bestellt wurden. Nach Gesprächen mit der Stadt Dresden und den DVB haben die Verantwortlichen im Sächsischen Ministerium für MIL nun zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Diese Auszahlung versetzt die DVB in die Lage, 12 weitere Elektrobusse zu bestellen.
Beschafft werden weitere Mercedes-Benz eCitaro G, von denen die DVB bereits 18 Stück seit 2022 im Bestand haben. Dazu kommen zwei Solobusse des Typs eCitaro in 12 Meter Länge. Wir berichteten u.a. HIER. Die Gelenkwagen sind 18,12 Meter lang, bieten 37 Sitz- und 104 Stehplätze und werden von 4 Elektromotoren mit je 125 kW Spitzen- und 87 kW Dauerleistung angetrieben. Die NMC-Batterien haben insgesamt 330 kWh brutto Speicherkapazität. Sie werden über einen auf dem Busdach montierten Pantografen am Linienendpunkt mit bis zu 300 kW Leistung geladen, dazu nachts im Depot mit 150 kW.

Mit den 18 weiteren Elektrobussen ersetzen die DVB ältere Dieselfahrzeuge, die aufgrund des Alters oder einer Laufleistung von über einer Million Kilometer dringend ausgemustert werden müssen und deren Zustand keinen wirtschaftlich sinnvollen Wiederaufbau und Weiterbetrieb erlaubt. Die Auslieferung der neuen Elektrobusse soll zum Jahresende 2026 beginnen. Neben der bereits umgestellten Linie 68 ist geplant, die Elektrobusse auch auf der Linien 61 einzusetzen. Dafür müssen die bestehende Ladeinfrastruktur im DVB-Busbetriebshof Gruna aufgerüstet und weitere Endpunkte wie an der Gröbelstraße in Löbtau mit Nachladestationen versehen werden. Die Planungen dazu laufen. Die Kosten der Ladeinfrastruktur sind ebenfalls förderfähig.
31.03.2026
