
Ein neuer Abschnitt der Straßenbahn in der lettischen Hauptstadt Riga hat kürzlich, am 1. Juni 2026, den Fahrgastverkehr aufgenommen. Es handelt sich um die erste Erweiterung des Straßenbahnnetzes in Riga seit über 40 Jahren – seit der Eröffnung der Imanta-Linie im Jahr 1984 – ein echter Meilenstein für das Netz mit einer Spurweite von 1.524 mm.
Der neueste Abschnitt ist 1,8 km lang und umfasst drei neue Haltestellen für die Straßenbahnlinien 7 und 14, die nun in Kengarags enden. Die Verlängerung beginnt an der bisherigen Endhaltestelle am Einkaufszentrum Dole (Eglaines iela/Dole), die ebenfalls als Kengarags bezeichnet wurde. Teil der neuen Infrastruktur ist ein Abschnitt im Stil einer Stadtbahn mit Grasbegrünung sowie eine sehr komfortable Endstation mit Umsteigemöglichkeiten zu Oberleitungsbussen und anderen Buslinien sowie Einrichtungen für die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe „Rigas Satiksme“.



Das Projekt wurde aus dem Wiederaufbaufonds der Europäischen Union finanziert und setzt ein deutlich positives Zeichen für den Ausbau des Straßenbahnsystems in Riga, nachdem sich Investitionen in die Infrastruktur in der Vergangenheit vor allem auf das bestehende Netz beschränkt hatten. Auch hier ist noch immer Bedarf erkennbar. Weitere Investitionen sehen unter anderem die Anschaffung von 100 Niederflurwagen vor, da der Fuhrpark nach wie vor zu einem großen Teil aus tschechischen Tatra-Wagen in Hochflurbauweise besteht, die in absehbarer Zeit ersetzt werden müssen.
Ein Linienplan der Tram in Riga ist hier zu finden: https://www.urbanrail.net/eu/lv/riga/riga.htm





