
Die Forchbahn AG erneuert ihre Fahrzeugflotte gezielt. Insgesamt 13 bestehende Fahrzeuge werden umfassend modernisiert. Gleichzeitig wird eine neue Fahrzeuggeneration für die Linie S18 öffentlich ausgeschrieben. Mit diesen Massnahmen stärkt die Forchbahn Sicherheit, Zuverlässigkeit und Komfort und richtet ihre Flotte auf die kommenden Jahrzehnte aus.

13 Fahrzeuge werden grundlegend erneuert
Ein wichtiger Bestandteil der Flottenstrategie ist die Modernisierung von 13 Fahrzeugen des Typs Be 4/6. Die Fahrzeuge werden technisch komplett überarbeitet. Dabei werden sie fast vollständig zerlegt, zentrale Teile ersetzt oder erneuert und anschliessend wieder aufgebaut.
Die Investition beträgt rund 43 Millionen Franken. Dadurch entsteht technisch praktisch eine neue Flotte mit einer zusätzlichen Einsatzdauer von rund 20 Jahren.
Die Arbeiten sind anspruchsvoll, da sich die Fahrzeuge in unterschiedlichen Zuständen befinden und teilweise spezielle Bauweisen aufweisen. Deshalb wurden mehrere Prototypen entwickelt.




Im Juni 2025 wurde das dritte Fahrzeug zum Unternehmen Stadler überführt. Es wird derzeit umgebaut und soll ab September 2026 wieder im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden. Die Modernisierung erfolgt schrittweise bis Mitte 2029. Sie ist eng mit anderen Bau- und Infrastrukturprojekten abgestimmt, damit der Fahrplan stabil bleibt. Mit diesem Refit setzt die Forchbahn bewusst auf Nachhaltigkeit und nutzt bestehende Ressourcen weiter – zum direkten Vorteil der Fahrgäste.

Neue Fahrzeuggeneration ab 2030
Neben der Modernisierung bereitet die Forchbahn auch den Ersatz der übrigen Fahrzeuge vor. Die Fahrzeuge der Baureihe FB2000 erreichen ab 2030 das Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebensdauer. Einige sind seit fast 50 Jahren im Einsatz. Ersatzteile sind immer schwieriger zu beschaffen, und die Fahrzeuge entsprechen nicht mehr vollständig den heutigen Anforderungen an Hindernisfreiheit und moderne Technik.

Nach Zustimmung des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) und des Bundesamts für Verkehr (BAV) werden 14 neue Zweirichtungsfahrzeuge öffentlich ausgeschrieben.
Neu sollen statt fester Ganzzüge einzelne, betrieblich trennbare Einheiten beschafft werden. Das bringt mehr Flexibilität im Betrieb sowie Vorteile bei Unterhalt und Infrastrukturplanung.
Bei der Vorbereitung wurden interne Fachstellen, das Fahrpersonal und weitere betriebliche Bereiche einbezogen. Auch Ergebnisse einer Kundenumfrage sind eingeflossen. Fahrgäste wünschen sich vor allem:
- grosszügige Platzverhältnisse
- gut nutzbare Mehrzweckbereiche
- komfortable Ein- und Ausstiege
- ein attraktives Sitzplatzangebot
Diese Punkte bilden die Grundlage für die neue Fahrzeuggeneration.
Mit der Ausschreibung über simap beginnt nun der nächste Schritt. Der Zuschlag ist für das erste Quartal 2027 geplant. Das erste neue Fahrzeug soll Ende 2030 in Betrieb gehen.
Klare Investition in Qualität und Zukunft
Mit der Modernisierung der bestehenden Fahrzeuge und der Beschaffung neuer Züge investiert die Forchbahn gezielt in die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Region Pfannenstiel.
Die Strategie erhöht die Betriebssicherheit, verbessert den Komfort für die Fahrgäste und schafft neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Infrastruktur.


