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Neue Züge für Spaniens Meterspurlinien

44 Jahre alt ist der Zug mit Tw 442 002 auf der Linie Cercedilla-Cotos im Norden Madrids, hier im Anschlussbahnhof Cercedilla | © D. Budach

Die staatliche spanische RENFE hat CAF den Zuschlag über die Lieferung von 37 Meterspur-Zügen erteilt, die für eine grundlegende Erneuerung des Fuhrparks mehrerer Regional- und Vorortbahnlinien im Land sorgen soll.

31 der Züge sind für das umfangreiche Schmalspurnetz in den Regionen Galizien, Asturien, Kantabrien, Kastilien und León und dem Baskenland im Norden Spaniens vorgesehen, das bis 2012 unter der Regie der ebenfalls staatlichen FEVE betrieben worden waren. 26 davon werden rein elektrische Einheiten sein, 5 weitere werden als Hybridzüge für den Einsatz auch auf einigen nicht elektrifizierten Abschnitten des Nordnetzes geeignet sein. Alle Züge sind für die spätere Nachrüstung von Batterie- oder Brennstoffzelleneinheiten zur Umstellung auf Hybridtechnologie als Option vorbereitet. Sie lösen ältere zweiteilige Triebzüge aus den achtziger Jahren ab.

Elektrische Triebwagen der Baureihen 3600 und 3800 auf dem Nordnetz, hier im Bahnhof Santander | © D. Budach

Elektrischer Triebzug mit Aufbau von Sunsundegui in Santander | © D. Budach

Elektrische Triebzüge mit Aufbau von Sunsundegui in Sodupe, Linie Bilbao-Balmaseda | © D. Budach

6 weitere Neubauzüge mit abweichender Ausstattung werden auf der 18 km lange Linie C9 der Madrider S-Bahn „Cercanías“ zwischen Cercedilla und Cotos zum Einsatz kommen. Auf dieser mit bis zu 7% Neigung steilsten aller Adhäsionsstrecken im Land, die vorwiegend dem Ausflugsverkehr dient, ersetzen sie die dort zwischen 38 und 44 Jahre alten Trieb- und Steuerwagen schweizer Bauart und werden einen einen erheblichen Komfortsprung mit sich bringen. Aktuell ist die Linie allerdings seit Mitte März außer Betrieb, auch wenn RENFE an keiner Stelle irgendwelche Hinweise darauf und auf einen möglichen Termin zur Wiederinbetriebnahme gibt.

Der Auftragswert aller 37 Züge beträgt 287 Mio. EUR und schließt für 12 der Einheiten einen 15-jährigen Wartungsvertrag mit ein. Eine Option über die Lieferung von 7 weiteren Zügen wurde vereinbart.

Erhaltungszustand von einem Triebwagen der Steilstrecke Cercedilla-Cotos in den Bergen nördlich von Madrid, hier im Endbahnhof auf 1.800 Meter Meereshöhe | © D. Budach

Trieb- und Steuerwagen im Ortsbereich von Cercedilla | D. Budach
23.07.2020

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