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Südbadenbus (DB-Konzern) testet elektrischen MidCity von VDL

Der Vorführ-MidCity electric „PB-BC 2620“ am Bahnhof Brigachtal-Kirchdorf, | © DB Presse

Seit dem 06. Februar und noch bis zum 21. Februar 2021 testet die „Südbadenbus“ (SBG), ein Tochterunternehmen von DB Regio Bus, im Ortsverkehr der Gemeinde Brigachtal und im Nachbarortsverkehr der Stadt Villingen-Schwenningen einen batterie-elektrischen Minibus des niederländischen Herstellers VDL vom Typ „MidCity electric“.

Die Optik des Wagens verheimlicht es durchaus nicht: der Elektro-Minibus von VDL basiert auf dem Sprinter von Mercedes-Benz. Gebaut wird der MidCity im VDL-Werk im niederländischen Venlo. Mercedes liefert dort die Bodengruppe und den „Windlauf“ (die Frontpartie) seines Sprinters an, und VDL komplettiert den Bus um seinen Aufbau und das Innenleben.

Der kleine Elektrobus kommt im Ortsverkehr Brigachtal sowie auf den Linien 7565 (Villingen – Sankt Georgen) und 7580 (Villingen – Bad Dürrheim) zum Einsatz. Der Wagen ist rund 8.000 mm lang, die Fahrgäste betreten ihn über eine zweiflügelige Außenschwingtür unmittelbar hinter der Vorderachse.  Hier erreichen sie zunächst eine Niederflurplattform, die nicht nur für stehende Fahrgäste gedacht ist, sondern auch als „Sondernutzungsfläche“ für Rollstühle und Kinderwagen. Und damit die leichter in den Bus hineinkommen, gibt es an der Tür auch eine ausklappbare (Rollstuhl-)Rampe.

Der Wagen bietet (inclusive Klappsitze) 19 Sitzplätze, zusammen mit eventuell stehenden Fahrgästen kann er Mitte der 30 Passagiere befördern.

Markus Jehle, der Leiter der Niederlassung der Südbadenbus in Villingen-Schwenningen, sagt: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass Elektromobilität nicht an den Grenzen der Großstädte Halt macht. Auch der Regionalverkehr sollte durch den Einsatz von lokal emissionsfreien Fahrzeugen attraktiver gemacht werden. Bedeutsam ist dabei allerdings auch, dass der Einsatz des Elektrobusses annähernd kostenneutral im Vergleich zum Dieselbus ist.“

Seine elektrische Antriebsenergie speichert der MidCity in einer Lithium-Ionen-Batterie, die eine Speicherkapazität von 87 kWh hat. Das verleiht dem Wagen eine Reichweite von 140 Kilometern. Nachgeladen wird die Batterie über CCS-Combo-Stecker aus einem externen Ladegerät oder einem On-Board-Ladegerät, das im Bus immer dabei ist. Je nachdem, wie sehr die Batterie leer gefahren worden ist, dauert ein kompletter Ladevorgang zwischen zwei und vier Stunden.

DB Regio Bus interessiert bei diesem Test vor allem, wie sich der elektrische Minibus angesichts der anspruchsvollen Topographie des Schwarzwalds und bei winterlichen Temperaturen bewährt. Gerade für Erfahrungen in der kalten Jahreszeit mag das augenblickliche Wetter nachgerade ideal sein …

Christopher Alting, der Leiter des Flottenmanagements bei DB Regio Bus, erläutert den Sinn dieses Testeinsatzes: „Die aus Praxiserprobungen – wie jetzt hier im Schwarzwald – gewonnenen Erfahrungen bilden die Grundlage für einen späteren lokal emissionsfreien ÖPNV. Und das nicht nur hier bei der Südbadenbus, sondern im gesamten Netz von DB Regio Bus. Mit diesem Test baut DB Regio Bus seine Kompetenzen im Bereich alternativer Antriebe weiter aus. Und diese Kompetenz können wir unseren Kunden schon heute bundesweit für maßgeschneiderte und wirtschaftlich nachhaltige Verkehrskonzepte anbieten.“

11.02.2021

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Lucian Berndt
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Hallo, 2 kleine Korrekturen hätte ich hier. Ich bin selbst hier in Villingen bei der SBG, daher braucht das auch keiner bestätigen, ich fahre diese Linien ja selber und bin unserem Testwagen schon mehrfach begegnet, im übrigens habe ich in der Disposition täglich damit zu tun: 1. Die beiden oben genannten Linien 7565 und 7582 gibt es nicht, es sind die die Linien 7265 und 7280. Der Ortsverkehr Brigachtal ist die Linie 7282. 2. Markus Jehle ist nicht der Niederlassungsleiter der Niederlassung Villingen, das wäre Herr Marquardt. Herr Jehle ist SBG-Gesamt-Leiter und damit für die Niederlassungen Villingen, Waldshut und Freiburg… Weiterlesen »