
Der kleine Obusbetrieb im knapp 14.000 Einwohner zählenden tschechischen Kurort Marienbad (Mariánské Lázně) erhält 8 neue Trolleybusse und wird damit längerfristig erhalten bleiben. Damit wird der aktuell vorhandene Wagenpark vollständig ersetzt werden. In der Diskussion war längere Zeit der Ersatz durch Batteriebusse. Die Zusage von Regional-Fördermitteln, die rund 80% der Kosten decken, hat dies erst möglich gemacht. Daraufhin war im März eine Ausschreibung über Neuwagen gestartet worden, die jetzt mit der Vertragsunterzeichnung ihren positiven Abschluss fand.
Die neuen Oberleitungsbusse vom Typ 30 Tr werden von Škoda Electric geliefert, der Kaufpreis beträgt für alle zusammen 100,64 Mio. CZK (ca. 3,9 Mio. EUR). Den Fahrzeugaufbau liefert der Hersteller SOR Libchava zu. Die Trolleybusse werden mit einer Traktionsbatterie ausgestattet sein, die Fahrten abseits der Fahrleitung von bis zu 14 km ermöglicht. Die Lieferzeit beträgt 1 Jahr ab Vertragsunterzeichnung. Die bisherigen älteren Marienbader Obusse vom Typ 24 Tr sollen verkauft werden, der einzig verbliebene 14 Tr ist seit einigen Wochen abgestellt.

Wagen 55, ein Škoda 24 Tr vom Baujahr 2006, wird durch die Neuwagen ersetzt. Hier auf Linie 7 am 25.5.2019 | Foto: Jürgen Lehmann 
Der letzte verbliebe Škoda 14Tr wurde vor einigen Wochen abgestellt I Foto: Robert Schwandl 
Von den sieben Škoda 24Tr handelt es sich um zwei Citybus Fahrzeuge mit Karosa/ Irisbus Aufbau I Foto: Robert Schwandl 
Der Aufbau der Škoda 24Tr basiert auf dem Irisbus Citelis, der auch in Frankreich sehr verbreitet ist I Foto: Robert Schwandl
Infos zu den kleinen Obusbetrieb finden sich auch auf:
https://www.trolleymotion.eu/trolleystaedte/stadt/?id=355

