
In Porto, im Norden Portugals, findet seit vielen Jahren ein Betrieb mit verschiedenen restaurierten, historischen Straßenbahnwagen statt, als Nachfolger der früheren Tram, der mit altertümlichen Vorkriegswagen im Planverkehr auf der letzten Linie 18 bis immerhin 2000 durchgeführt worden war. Das Angebot wurde bis 2007 wieder auf insgesamt drei Linien ausgebaut, richtet sich aber nahezu ausschließlich an Touristen. Normale Omnibusse besorgen im Parallelverkehr das ÖPNV-Angebot auf diesen Strecken, mit höherer Frequenz und zu einem deutlich niedrigeren Tarif.


Seit 10.11.2021 fand der historische Trambetrieb in Porto nur noch auf dem Abschnitt Infante – Massarelos – Foz (Passeig Alegre) statt, die Strecken Massarelos – Carmo (Linie 18) und Carmo – Batalha (Linjie 22) waren wegen Bauarbeiten der neuen Metrolinie G für zunächst drei Jahre gesperrt. Die Linie 18 fuhr stattdessen auf der Strecke Foz – Massarelos, parallel zur Linie 1. Seit 1.7.26 erreicht die Linie 18 nun wieder den Carmo, bleibt aber weiterhin auf dem Abschnitt Massarelos – Foz als Verstärker zur Linie 1. Seit 1.8.26 ist auch die Linie 22 Carmo – Batalha wieder in Betrieb. Fast fünf Jahre hat also die Unterbrechung gedauert. Die Bauarbeiten an der Metro (Stadtbahn) Linie G sind inzwischen weitgehend abgeschlossen, sie ist sogar schon in den normalen Netzpläne enthalten – der Verkehr soll im kommenden Frühjahr 2027 aufgenommen werden.
Im historischen Trambetrieb wird die Linie 1 alle 20 Minuten befahren, die beiden anderen alle 30 Minuten. Der Wagenauslauf beträgt auf SL 1: 3 Wagen, auf SL 18: 2 Wagen, auf SL 22: 1 Wagen. Auf der Linie 1 kommt vereinzelt ein Vierachser (Tw 287) zum Einsatz, ansonsten nur Zweiachser. Insgesamt acht Wagen sind für den Planverkehr betriebsbereit – alle wurden in den vergangenen Jahren umfangreich aufgearbeitet und an zeitgemäße Sicherheitsanforderungen und Betriebsvorschriften angepasst.







