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Köln: Großbestellung neuer Niederflur-Straßenbahnen

© Alstom

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben mit dem Herstellerkonsortium Alstom und Kiepe Electric einen Vertrag über die Lieferung von 64 Niederflurstraßenbahnen geschlossen. Der Auftrag für die neuen Straßenbahnen vom Typ Citadis mit Sonderanpassungen für den deutschen Markt hat einen Wert von 363 Millionen Euro. Alstoms Anteil am Gesamtvolumen des Auftrages beträgt 60 Prozent.

Ende 2023 sollen die ersten Vorserienfahrzeuge an die KVB ausgeliefert werden. Die Serienfahrzeuge folgen ein Jahr später Ende 2024. Der Vertrag enthält zudem unter anderem Optionen für insgesamt 47 zusätzliche Fahrzeugeinheiten. Alstom wird als Konsortialführer in seinem Werk in Barcelona 62 moderne Niederflurfahrzeuge mit einer Länge von rund 60 Metern und zwei Niederflurfahrzeuge mit einer Länge von rund 30 Metern herstellen. Die Optionen beinhaltet 11 weitere Langzüge und 25 Kurzzüge.

Eindrucksvolle Länge von 60 Metern eines Langzuges | © Alstom

Die elektrischen Bauteile der neuen Straßenbahnen stammen aus dem Düsseldorfer Werk von Kiepe Electric und werden ebenfalls in Barcelona endmontiert. Die Drehgestelle für die Citadis-Straßenbahnen kommen aus Alstoms Werk in Le Creusot in Frankreich.

Zur Ausstattung der neuen Fahrzeuge gehören u.a. Fahrerassistenzsysteme, automatisches Abblendlicht und Regensensoren. Die Straßenbahnen bestehen aus jeweils zwei 30 Meter langen Niederflur-Fahrzeugeinheiten und haben damit eine Gesamtlänge von 60 Metern. Sie bieten Platz für 195 Fahrgäste. 10 Doppeltüren je Seite sorgen für einen verbesserten Fahrgastfluss beim Einstieg. Speziell für den deutschen Markt erhalten die Straßenbahnen Drehgestelle für maximale Fahrzeugflexibilität und stählerne Wagenkästen. Mit Antriebs-, Bordnetz- und Steuerungstechnik sowie Traktionsumrichtern von Kiepe Electric. Als Beitrag zur Verkehrssicherheit in der Metropole Köln werden die neuen Bahnen mit einem Kollisionswarnsystem ausgestattet. Das hydraulische Bremssystem stammt von Knorr-Bremse, München, Einstiegssystemen von IFE, Kematen, sowie innovativer Klimatechnologie von MERAK, Wien.

Die neuen Bahnen ersetzen die 124 Wagen der Serie K4000, geliefert zwischen 1996 und 2002 von Bombardier. Nach der Ertüchtigung der Ost-West-Achse sollen perspektivisch auf den Linien 1 und auch auf der Linie 9 rund 90 Meter lange Zugverbände fahren – eine Neuerung in Deutschland. Diese setzen sich jeweils aus einem Lang- und einem Kurzzug zusammen. Auf diese Weise kann die Kapazität auf diesen Linien um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Diese Erweiterung ist dringend erforderlich, um dem steigenden Fahrgastaufkommen Rechnung zu tragen.

Ersetzt werden diese älteren Niederflurtrams der Reihe K4000, die in der Regel in Doppeltraktion fahren | © UTM/bud
25.11.2020
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Stephen Fiess
Stephen Fiess
11 Monate zuvor

Es sind Stadtbahnen, keine Trams!!