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Positive Wendung am Achensee: Landeshilfe soll die Bahn retten

© Dirk Budach

Aus Finanzmangel und aufgrund ausbleibender Mittel der öffentlichen Hand hatte die Achensee-Zahnradbahn Insolvenz anmelden müssen, der Betrieb ruht und wird aufgrund dirnglicher Sanierungsarbeiten an der Infrastruktur auch kurzfristig nicht wieder aufgenommen werden können. Wir hatten hier darüber eben erst berichtet:

Nun ergibt sich eine überraschende Wende: Die Tiroler Landesregierung will die Bahn erhalten und stellt 3,4 Millionen Euro für die Aufrechterhaltung eines Teilbetriebs für die voraussichtliche Dauer des Insolvenzverfahrens sowie für dringend notwendige Maßnahmen zur Sanierung der Eisenbahninfrastruktur zur Verfügung. Dieses Hilfspaket bedarf der Zustimmung des Tiroler Landtags.

„Ziel des Landes Tirol ist es, eine Zerschlagung des Unternehmens zu verhindern und eine mittelfristige Wiederinbetriebnahme der Achenseebahn zu touristischen Zwecken durch einen neuen Eigentümer zu ermöglichen. Die Achenseebahn ist eine Tourismusattraktion. Diese gilt es gerade jetzt zu sichern, um der Tourismusregion nach der Krise wieder auf die Beine zu helfen“, erklären Landeshauptmann-Stellverterteter/in Ingrid Felipe und Josef Geisler. Aus rechtlichen Gründen war es dem Land Tirol angabegemäss nicht möglich, die Mittel vor der Einleitung des nunmehr laufenden Insolvenzverfahrens zuzusichern.

Im Ortsgebiet von Jenbach unterwegs | © Dirk Budach

Die Aufrechterhaltung eines unternehmerischen Teilbetriebs der Achenseebahn ist u.a. nötig, um die eisenbahnrechtliche Konzession zu erhalten. Die Planung des Teilbetriebes sowie die Erarbeitung des notwendigen Sanierungskonzeptes für die Infrastruktur will das Land Tirol in enger Abstimmung zwischen dem Masseverwalter, dem Betriebsleiter und den Fachabteilungen des Landes vornehmen. Einen Bahnbetrieb wird es in der Saison 2020 aufgrund der notwendigen Sanierungsarbeiten an der Strecke und am Rollmaterial nicht geben. Das vollständige Sanierungsprogramm für die Infrastruktur soll bis Juli dieses Jahres erarbeitet werden und eine detaillierte Vorausschau auf die folgenden Jahre beinhalten.  Auch die Zukunft des Regionalbahnkonzepts soll geklärt werden.

(nach Presseinformationen des Landes Tirol)

11.04.2020

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