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Essen Ruhrbahn: Neue Quartierbus-Linien nutzen erstmals Minibusse

Die neuen Minibusse der Ruhrbahn auf dem Betriebshof Ruhrallee | © Ruhrbahn

Am 7. Januar 2021 gingen in Essen drei neue „Quartierbus-Linien“ in Betrieb, die erstmals in der Geschichte des Verkehrsbetriebs der Stadt mit Minibussen bedient werden. Alle drei Linien nehmen ihren Ausgang am S-Bahnhof Essen-Werden. Es handelt sich um die gegenläufigen Ringlinien 182 und 192 sowie um Linie 190. Die Linien 182 und 192 bedienen die Stadtteile Werden, Heidhausen und Fischlaken, Linie 190 bindet die Ruhrlandklinik oberhalb von Werden an den S-Bahnhof Werden an.

Zum Einsatz auf diesen neuen Linien kommen fünf Minibusse vom Typ Mercedes-Benz 519 CDi Sprinter City 75 (Wagen 2095 bis 2099), die im Mercedes-Werk Dortmund für die Ruhrbahn gebaut worden sind. Sie sind 8.500 mm lang und 2.100 mm breit. Befördern können sie 33 Fahrgäste, von denen 14 einen festen Sitzplatz vorfinden. Zudem gibt es fünf Klappsitze. Im Bereich der doppeltbreiten Außenschwingtür unmittelbar hinter der Vorderachse gibt es eine 2.700 mm lange Niederflurplattform, auf der Rollstühle und Kinderwagen ihren Platz finden können. Und um den Zugang zum Wagen zu erleichtern, gibt es an dieser Tür auch eine ausklappbare Rampe.

Der Einsatz der Minibusse macht es möglich, auch Straßen und Kurven zu befahren, die sonst nur für Pkw geeignet sind. Damit können jetzt auch Bereiche der Stadt an den ÖPNV angeschlossen werden, die für „ausgewachsene“ Busse „tabu“ sind.

Besonders deutlich wird das bei Linie 190 zur Ruhrlandklinik. Dieses Krankenhaus war auch bisher schon mit 12-Meter-Wagen an das Liniennetz angeschlossen, die aber wegen der bestehenden Straßen einen Umweg nehmen mussten. Die neuen Minibusse können einen wesentlich direkteren Linienweg bedienen, die Fahrzeit zwischen dem S-Bahnhof Werden und der Ruhrlandklinik verkürzt sich auf 12 Minuten.

08.01.2021
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10 Monate zuvor

Das gibt es in Russland ja schon sehr lange in vielen Städten.