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Köln: 53 neue Elektrobusse für die KVB

- Wagen 6009 im Sommer 2019 auf dem Höninger Platz unter der Ladsestation | © Christian Marquordt
Elektrobusse seit 2015

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben im Dezember 2016 ihre erste Elektrobus-Linie 133 zwischen dem Breslauer Platz und dem Südfriedhof (Höninger Platz) in Betrieb genommen. Dafür lieferte der niederländische Hersteller VDL zunächst acht Gelenkwagen vom Typ VDL Citea SLFA-181/electric (Wagen 6001 bis 6008), denen im Jahr 2018 noch ein neunter (Wagen 6009) folgte. Die Busse sind für Nachladung auf der Linie konzipiert – dies geschieht über Lademasten an den beiden Endstationen der Linie, zu denen ein auf dem Dach des Busses montierter Pantograph aufsteigt.

Die ersten acht Elektro-Citea wurden Ende 2015 geliefert. Zunächst wurden sie für rund ein Jahr  ausgiebig getestet und erprobt, Betrieb und Fahrpersonal lernten die neuen Busse und ihre Technik kennen. Nicht gleich von Anfang an, aber schon nach kurzer Zeit teilten die KVB mit, ihre Verfügbarkeit liege bei 95 % und sei damit der Verfügbarkeit eines Dieselbusses ebenbürtig. Anfang Dezember 2016 begann dann – siehe oben – der Einsatz der Wagen auf Linie 133.

Heute betonen die KVB: „Wir sind mit der Zuverlässigkeit unserer vorhandenen VDL-Elektrobusse sehr zufrieden.“ Sehr zufrieden sind die KVB übrigens auch damit, dass sie mit dem „EBUS-Award“ ausgezeichnet worden sind.Dass die KVB mit ihren Elektrobussen zufrieden sind, spiegelt sich im übrigen auch darin wider, dass 2018 ein neunter Citea SLFA-181/electric in Dienst gestellt worden ist.

KVB Citea-electric 6005 am 4. Dezember 2017 auf dem Betriebshof Nord bei der Feier „ein Jahr Elektrobusse in Köln“ | © Christian Marquordt


Januar 2020: KVB bestellen bei VDL 53 weitere Elektrobusse

Für eine deutliche Ausweitung der Elektrifizierung des Kölner Busnetzes haben die KVB jetzt bei VDL weitere 53 Elektrobusse bestellt. Denn ab dem Jahr 2021 sollen jetzt auch die Linien 141, 145 und 149 im linksrheinischen Köln sowie die rechtsrheinischen Linien 150, 153 und 159 mit Elektrobussen bedient werden. Und weil die KVB mit ihren elektrischen Citea zufrieden sind, hat man den Auftrag wiederum an VDL vergeben.

Geliefert werden sollen 48 Gelenkwagen „Citea SLFA-181/electric“ sowie für eine der Linien fünf Solowagen vom „Typ Citea SLF-120/electric“. Die neuen Wagen sollen ab November 2020 in Köln eintreffen.

Lade-Infrastruktur für 53 Elektrobusse auf dem Busbetriebshof Nord

Nun werden die 53 neuen Elektrobusse der KVB ja auch nachgeladen werden müssen. Deshalb luden die KVB am 12. Dezember auf ihren Betriebshof Nord ein, wo sie die Baustelle präsentierten, mit der die notwendige Lade-Infrastruktur geschaffen wird. Die Busse werden in so genannte „Lade-Ports“ einfahren (Car-Ports – seitlich offene Hallen – mit Ladestationen an der Decke). Es wird zwei grosse  Hallen für die Gelenkwagen und eine kleine für die fünf Solowagen geben. Die KVB betonten, die Ausführung der Nachlade-Hallen mit einem Dach sei sehr sinnvoll, weil elektrische Bauteile von Bussen und Ladestationen so optimal vor Witterungseinflüssen geschützt seien. Zwar sei das technisch nicht notwendig, aber pflegliche Behandlung habe noch nie geschadet …

So sollen die „Ladeports“ (Car-Port zum Nachladen der Battertiebusse) auf dem Betriebshof Nord aussehen | Animation KVB


Und noch ein interessantes „Innovations-Projekt“: Linie 126

Nebenbei kündigen die KVB Bemerkenswertes an: nämlich die Elektrifizierung von Linie 126. Die fährt von der Stadtbahn-Haltestelle Bocklemünd zur Chorbuschstraße – von Ende bis Ende ist sie 16 Minuten unterwegs. Interessant sind die Partner bei diesem Projekt: die KVB, Kölns Energieversorger „Rheinenergie“ und … Ford! 

21.01.2020

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